FIFA hat eine weltweite Fußballsperre gegen einen ehemaligen Funktionär verhängt, der Spielerinnen des SCR Altach heimlich filmte. Die Entscheidung des FIFA-Disziplinarkomitees vom 4. August folgte einer gemeinsamen Forderung der österreichischen Spielergewerkschaft VdF und der internationalen Spielergewerkschaft FIFPro, wie der Guardian Football berichtete.

Der Mann, ein früherer Spielbeobachter und Angestellter des Vereins, hatte zwischen 2018 und 2025 Spielerinnen der Frauenmannschaft von Altach in Umkleideräumen, Duschen und Fitnessbereichen gefilmt und fotografiert, darunter auch Minderjährige. Im Februar verurteilte ihn das Landesgericht Feldkirch zu einer siebenmonatigen bedingten Haftstrafe, einer Geldstrafe von 1.200 Euro und verpflichtete ihn, jeder Geschädigten 625 Euro Schadenersatz zu zahlen.

Warum ist die weltweite Sperre wichtig?

Christos Papadimitriou, Frauenfußball-Koordinator der VdF, sagte, die weltweite Ausweitung der Sanktion sende ein wichtiges Signal. "Sie stellt sicher, dass der Täter nicht einfach in eine andere Liga oder einen anderen Verband wechseln kann, um seiner Strafe zu entgehen", erklärte er. Die Maßnahme unterstreicht die wachsende Entschlossenheit der Fußballverbände, Übergriffe und Machtmissbrauch im Sport konsequent zu ahnden und die Sicherheit von Spielerinnen zu schützen.

Wie ist die Lage im internationalen Fußball?

Der Fall in Österreich ist kein Einzelfall. In Tschechien fordert die Spielergewerkschaft CAFH eine lebenslange Fußballsperre für den ehemaligen Trainer Petr Vlachovsky vom FC Slovacko. Vlachovsky wurde im Mai 2025 wegen ähnlicher Straftaten und des Besitzes von kinderpornografischem Material verurteilt. Er erhielt eine einjährige bedingte Haftstrafe und eine fünfjährige nationale Trainersperre. FIFPro kündigte an, den tschechischen Verband weiterhin zu einer lebenslangen Sperre für Vlachovsky und alle Sexualstraftäter zu drängen.

Wo steht das österreichische Nationalteam aktuell?

Während diese wichtigen rechtlichen Schritte im Hintergrund laufen, bereitet sich das österreichische Nationalteam auf seine nächsten Aufgaben vor. Das Team von Teamchef Ralf Rangnick steht aktuell auf dem zweiten Platz in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2026. Aus drei Spielen holte man vier Punkte mit einem Sieg, einem Unentschieden und einer Niederlage. Die Bilanz zeigt sechs erzielte und sechs kassierte Tore. Die letzten Ergebnisse waren jedoch enttäuschend: Nach einem 3:0-Rückschlag gegen Spanien am 2. Juli verlor man die letzten beiden Spiele. Die aktuelle Form der letzten fünf Partien lautet null Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen (LLDDL).

Der Rückstand auf Tabellenführer Argentinien beträgt fünf Punkte. Die nächste Möglichkeit, Punkte zu holen, bietet sich am 24. September mit einem Heimspiel gegen Israel. Den kompletten Spielplan finden Sie auf unserer fixtures Seite. Die detaillierte Statistik des Teams ist auf unserer stats Übersicht einsehbar.

Die weltweite Sperre für den Täter im Altach-Skandal ist ein konkreter Schritt im Kampf für einen sicheren Sport. Das österreichische Nationalteam trifft am 24. September in Wien auf Israel.