Die Österreich-Auswahl hat die Fußball-WM 2026 zwar sportlich früh verlassen, doch die Trikotverkäufe laufen auf Hochtouren. Puma, Ausrüster der rot-weiß-roten Nationalmannschaft, verzeichnet eine signifikante Steigerung im Vergleich zur EM 2024 - und das trotz des Ausscheidens am 2. Juli gegen Spanien (3:0). Die Nachfrage nach den Fanartikeln reißt auch nach dem WM-Aus nicht ab, wie Puma und heimische Händler bestätigen.

Warum die Trikots jetzt so stark laufen

Der Händlerverbund Intersport Austria, offizieller ÖFB-Partner und Betreiber des Fanshops, zeigt sich begeistert: „Unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen“, sagt Franz Koll, der Intersport-Chef. Rund um die Weltmeisterschaft verzeichnete das Unternehmen bei Trikots, Fantextilien und Fanartikeln einen regelrechten Boom. „Der Umsatz hat sich gegenüber einem normalen Zeitraum nahezu verzehnfacht“, so Koll. Besonders auffällig: Die Nachfrage blieb selbst nach dem frühen WM-Aus der Mannschaft stabil.

Auch Hervis, ein weiterer großer Sportartikelhändler, meldet Rekordzahlen. „Im deutlich fünfstelligen Bereich“ seien die Österreich-Trikots verkauft worden, erklärt Markus Hupach, Geschäftsführer von Hervis. „Gemeinsam mit Fanartikeln, Fußbällen und Trikots weiterer Nationen hat die FIFA-Weltmeisterschaft für einen spürbaren Mehrumsatz gesorgt.“ Großereignisse wie die WM wirkten dabei weit über den reinen Verkauf hinaus: „Sie bringen Menschen für den Sport und neue Kunden in unsere Stores.“

Was die WM für Puma und Co. bedeutet

Puma, Ausrüster der österreichischen Nationalmannschaft, profitiert wie Adidas und Nike von der erhöhten Nachfrage. Während Adidas 14 Länder ausrüstet (u.a. Argentinien), setzt Nike auf 12 Teams (u.a. Frankreich) und Puma auf elf (u.a. Schweiz). Analysten der DZ Bank erwarteten vor Turnierbeginn, dass Nike über 12 Millionen WM-Trikots verkaufen und damit mehr als 1,5 Mrd. Dollar Umsatz erzielen würde. Adidas rechnete mit über 8 Millionen verkauften Trikots und einem direkten WM-Effekt von über 1 Mrd. Euro.

Für Puma steht fest: Die Zusammenarbeit mit dem ÖFB zahlt sich aus. „Die Steigerung im Vergleich zur EM 2024 ist deutlich spürbar“, heißt es aus dem Konzern. Auch wenn die sportliche Bilanz der Österreich-Auswahl mit einer Niederlage und zwei Unentschieden in den letzten fünf Spielen (LLDLW) nicht überzeugt, bleibt der Merchandise-Boom ungebrochen.

Was kommt als Nächstes für den ÖFB?

Die rot-weiß-roten Fußballer bereiten sich bereits auf die nächsten Aufgaben vor. Das nächste Spiel steht am 24. September 2026 an: Dann empfängt die Mannschaft Israel. Bis dahin bleibt Zeit, die WM-Erfahrungen auszuwerten und die Vorbereitung auf die kommenden Qualifikationen zu starten. Die Trikotverkäufe zeigen: Die Fans stehen hinter ihrem Team - auch über sportliche Rückschläge hinweg.