Die letzten Spiele von Österreich, insbesondere in der Qualifikation zur WM 2026, haben einige Stärken, aber auch Schwächen aufgezeigt. Unter Trainer Ralf Rangnick ist das Team bestrebt, offensiven Fußball zu spielen, doch die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel bleibt eine große Herausforderung. Der Einsatz von Spielern wie Marko Arnautovic und Christoph Baumgartner hat zwar Kreativität gebracht, jedoch fehlt es oft an der nötigen Präzision beim Abschluss.
Ein zentraler Aspekt, den Österreich verbessern kann, ist das Pressing. In vielen Phasen der Spiele zeigte das Team Anzeichen von Unordnung und Unentschlossenheit im Pressing, was zu gefährlichen Kontern des Gegners führte. Eine klarere Struktur im Pressing könnte dazu beitragen, den Ball schneller zurückzuerobern und die Gegner unter Druck zu setzen. Das bedeutet, dass die Spieler besser in der Lage sein müssen, die Abstände zwischen den Linien zu schließen und gemeinsam zu agieren.
Ein weiterer wichtiger Bereich betrifft die Defensive. Obwohl die Abwehr in einigen Spielen stabil wirkte, gab es Phasen, in denen die Spieler zu weit von ihren Gegenspielern entfernt waren, was zu gefährlichen Situationen führte. Die Einführung eines strikteren zonalen Deckungssystems könnte helfen, diese Lücken zu schließen und die Defensive insgesamt zu stärken. Zudem sollte das Team an der Kommunikation unter den Abwehrspielern arbeiten, um Missverständnisse zu vermeiden.
Im Mittelfeld könnte eine Umstellung auf ein 4-3-3-System zusätzliche Flexibilität bieten. Dies würde es ermöglichen, die Kontrolle im zentralen Bereich zu erhöhen und gleichzeitig schnelle Flügelangriffe zu fördern. Spieler wie Konrad Laimer könnten in einer zentraleren Rolle agieren, um die Verbindung zwischen Abwehr und Angriff zu stärken. Dies könnte auch dazu beitragen, die gesamte Spielgestaltung zu verbessern und die Offensivaktionen zu beleben.
Zusätzlich sollten die Standardsituationen, sowohl offensiv als auch defensiv, ein Schwerpunkt in der Trainingsvorbereitung sein. Österreich hat in der Vergangenheit gezeigt, dass es bei Freistößen und Ecken gefährlich sein kann. Durch gezielte Übungssitzungen könnte das Team diese Chancen noch besser nutzen und die Gefahr aus dem eigenen Strafraum minimieren.
Zusammengefasst ist Österreich auf einem vielversprechenden Weg, benötigt jedoch gezielte Anpassungen, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Die WM 2026 könnte die Bühne sein, auf der das Team sein taktisches Repertoire zur Geltung bringen kann, vorausgesetzt, die richtigen Schritte werden unternommen, um die bestehenden Schwächen zu beseitigen.
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