Österreichs Team übersteht WM-Gruppenphase – Trainer loben Kampfgeist
Das Team von Teamchef Ralf Rangnick hat bei der FIFA-WM 2026 das Minimalziel erreicht: Nach der 0:3-Niederlage gegen Spanien am 2. Juli 2026 und zwei weiteren Unentschieden steht der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) als einer von vier besten Gruppendritten im Achtelfinale. Rangnick und heimische Liga-Trainer ziehen eine positive Bilanz – trotz der schwachen Offensive. Die letzten fünf Spiele der Österreicher endeten mit null Siegen, zwei Unentschieden und drei Niederlagen (NNDNL, zuletzt gegen Spanien). Doch im entscheidenden Moment gegen die Niederlande am 19. Juni 2026 reichte ein 1:1, um die K.-o.-Phase zu sichern. Marco Rose, Trainer von RB Salzburg, betont: „Die Mentalität stimmt – das ist die Basis für alles Weitere.“
Warum die Defensive Österreich rettete
Die Defensive stand im Fokus, nachdem die Offensive mit Konstantin Kogler und Michael Gregoritsch kaum Akzente setzte. Besonders Patrick Wimmer (Wolfsburg) und Florian Wirtz (Bayer Leverkusen) wurden für ihre Laufbereitschaft gelobt. Dietmar Kühbauer, Trainer von LASK, erklärt: „Ohne die kompakte Viererkette und die schnellen Flügelspieler hätten wir die Schweiz oder die Niederlande nicht im Griff behalten.“
Die Statistik spricht für sich: Österreich kassierte in der Gruppenphase nur drei Gegentore – weniger als Gruppensieger Spanien (4) oder die Niederlande (5). Alexander Schlager (LASK) und Maximilian Wöber (RB Leipzig) bildeten dabei das Rückgrat.
Was die Liga-Trainer fordern
Trotz des Achtelfinaleinzugs gibt es Kritik an der Offensive. Franco Foda, ehemaliger Teamchef und aktuell bei Sturm Graz, sagt: „Wir brauchen mehr Druck im letzten Drittel. Gregoritsch und Arnautović müssen öfter treffen – sonst wird es gegen starke Teams eng.“
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der ÖFB auf die WM-Vorbereitung 2026 setzt oder auf junge Talente wie Nico Paz (Real Madrid) oder Aron Dantas (SKN St. Pölten) setzt. Rangnick deutete bereits an, dass er die Mannschaft im September gegen Israel (24. September 2026) neu aufstellen will.
Blick nach vorne: Achtelfinale als Chance
Das Achtelfinale am 30. Juni 2026 gegen Frankreich (21:00 Uhr, Lusail) ist eine historische Chance für Österreich. Die Franzosen um Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé gelten als Favoriten, doch die Österreicher haben bereits bewiesen, dass sie defensiv stabil stehen. Thomas Letsch, Trainer von Austria Wien, warnt trotzdem: „Frankreich ist ein anderes Kaliber. Wir müssen unsere Stärken nutzen – schnelle Konter und Standardsituationen.“
Die Fans hoffen auf ein Wunder wie 2008 im eigenen Land. Damals schied Österreich erst im Viertelfinale aus. Diesmal könnte es weiter gehen. Letzter Stand: Spanien 3:0 Österreich (2026-07-02) – doch die Österreicher blicken nach vorne.
