Am Donnerstagabend startet das österreichische Nationalteam in die UEFA Nations League. Gegen Israel im Linzer Raiffeisen Arena (20.45 Uhr) peilt Teamchef Ralf Rangnick den ersten Schritt Richtung Aufstieg in Liga A an, muss dafür aber auf zahlreiche Leistungsträger verzichten.
Rangnick bestreitet sein 50. Länderspiel als ÖFB-Cheftrainer. Er sagte im Vorfeld, es sei wichtig, dass jeder auf dem Platz Verantwortung und Führung übernimmt. Er verwies auf die Abwesenheit von David Alaba, Marko Arnautovic, Marcel Sabitzer, Christoph Baumgartner und Konrad Laimer. Insgesamt fehlen zehn Spieler aus dem Kader der letzten Weltmeisterschaft.
Gregoritsch übernimmt Kapitänsbinde
Die Führungsrolle fällt in dieser Situation anderen zu. Stürmer Michael Gregoritsch wird gegen Israel die Kapitänsbinde tragen. Der Angreifer erklärte, er habe sich sehr gefreut, als ihm der Teamchef das gesagt habe. Es sei etwas Besonderes, diese Rolle ausfüllen zu dürfen. Im Tor steht mit Alexander Schlager ein weiterer erfahrener Kopf. Der Werder Bremen-Keeper bestritt zuletzt den DFB-Pokal und hatte eine starke Weltmeisterschaft.
Rangnick rechnet mit einem anspruchsvollen Gegner. Israel habe den Ball gerne, baue von hinten auf und suche spielerische Lösungen, analysierte der Teamchef. Die Vorbereitung lief mit zwei Trainingseinheiten in Oberösterreich. Der Kader muss in den kommenden elf Tagen vier Spiele absolvieren, was auch im Tor zu Rotation führen könnte.
Aktuelle Form gibt Zuversicht
Der Nations League-Start fällt in eine Phase der Konsolidierung. Österreich liegt in der laufenden WM-Qualifikation auf dem zweiten Tabellenplatz. Die jüngste Bilanz der letzten fünf Spiele zeigt zwei Siege, ein Unentschieden und zwei Niederlagen. Das letzte Spiel war eine Niederlage gegen Spanien Anfang Juli.
Die Mannschaft will nun die positive Entwicklung unter Rangnick, der vor zwei Jahren nach einem enttäuschenden Trainingslager startete, fortsetzen. Der Trainer bekräftigte, das Ziel sei der Aufstieg in Liga A und die Weiterentwicklung der Mannschaft. Die aktuelle Tabelle und der weitere Spielplan zeigen den Weg dorthin auf.
Politische Aspekte spielten in der Vorbereitung keine Rolle, betonte Rangnick, der alle Kriege als sinnlos bezeichnete. Sportlich konzentriert sich alles auf den Auftakt. Für das Spiel in Linz waren am Mittwochmittag noch Karten verfügbar. Der folgende Heimtermin gegen den Kosovo am Sonntag im Wiener Happel-Stadion ist dagegen bis auf den Gästesektor bereits ausverkauft. Verletzungsbedingt könnte Konrad Laimer erst für die Auswärtsspiele zur Verfügung stehen. Die nächste Prüfung steht aber bereits am Donnerstag an.
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