Die Nettospielzeit in Österreichs Fußball ist in der laufenden Saison um mehr als vier Minuten gestiegen. Neue Regeln zur Beschleunigung des Spiels zeigen bereits deutliche Wirkung und reduzieren verlorene Zeit durch Behandlungspausen erheblich.
Markus Hameter, Vorsitzender des ÖFB-Expertenkomitees für IFAB-Spielregeln, bewertet die Änderungen positiv. Er sagte, der Spielfluss habe sich insgesamt beschleunigt und die neuen Regeln würden daher auch von den Spielern und Trainern positiv aufgenommen. Zu den Neuerungen zählen ein kurzer Countdown bei Einwürfen und Abstößen, eine zeitliche Begrenzung für Auswechslungen und eine maximale Dauer für Feldbehandlungen.
Die Zahlen belegen den Erfolg. Waren es in der Vorsaison noch durchschnittlich mehrere Behandlungspausen pro Partie, sind es in der Saison 2026/27 deutlich weniger. Die Gesamtdauer aller Verletzungsunterbrechungen, die zuletzt bei vielen Stunden lag, wird für die aktuelle Spielzeit auf einen deutlich geringeren Wert geschätzt. Hameter beobachtet auch einen Rückgang von Schauspielereien. Er erklärte, man merke bei dieser Regel eine markante Veränderung, da Spieler Verletzungen nicht mehr vortäuschten.
Diese Entwicklung zu flüssigerem Spiel kommt auch der österreichischen Nationalmannschaft zugute, deren Spieler größtenteils in der heimischen Liga aktiv sind. Das Team von Teamchef Ralf Rangnick ist derzeit in guter Form und seit vier Länderspielen ungeschlagen. Die Bilanz der letzten vier Partien lautet DDWW, mit zwei Siegen und zwei Unentschieden. Zuletzt trennte man sich am 4. Oktober mit 1:1 von Kosovo, nachdem Christoph Lang in der 85. Minute den Ausgleich erzielt hatte. Zuvor gab es am 1. Oktober ein 2:2 in Irland, bei dem Alexander Prass und Michael Gregoritsch trafen.
Der nächste Auftritt des Teams steht am 14. November an, wenn Irland zum Rückspiel in Österreich erwartet wird. Die aktuelle positive Entwicklung im Ligafußball könnte der Nationalelf weiteren Schub für die anstehenden Aufgaben verleihen.
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